Qualitätssicherung

Im Rahmen unserer externen und internen Qualitätssicherung erheben wir zahlreiche Informationen von unseren Patienten, die uns wichtige Anhaltspunkte für eine Weiterentwicklung unserer Therapiekonzepte und unserer Serviceleistungen liefern. Exemplarisch seien im Folgenden einige dieser Erhebungen aufgeführt.

Wir sind spezialisiert auf die Behandlung von Depressionen, Angststörungen und Zwangsstörungen für die wir störungsspezifische Gruppentherapien anbieten. Junge Erwachsene werden in einer eigenen Gruppe behandelt, da in diesem Lebensabschnitt besondere Herausforderungen bestehen.

Symptombelastung

Ein wichtiger Indikator für die Qualität der Gesamtheit der Behandlungsmaßnahmen stellt Reduktion der Symptombelastung im Verlauf der Behandlung in der Tagesklinik dar. Zur Erhebung der Symptombelastung benutzen wir zwei Erhebungsinstrumente. Zum einen das ICD-10-Symptom-Rating (ISR; Tritt et al. 2008), zum anderen die Hamburger Module zur Erfassung allgemeiner Aspekte psychosozialer Gesundheit für die therapeutische Praxis (HEALTH; Rabung et al. 2006). Die Fragen der beiden Selbsteinschätzungsbögen werden Symptomgruppen (sog. Skalen) zugeordnet und es wird ein Skalenmittelwert gebildet. Dargestellt ist der Mittelwert aller im Jahr 2016 behandelten Patienten zum Aufnahme- und zum Entlassungszeitpunkt. Die aus der Abbildung ersichtliche Reduktion der Symptombelastung ist bei beiden Erhebungsinstrumenten sehr deutlich ausgeprägt. Die Differenz ist beträchtlich und im Rahmen einer zeitlich begrenzten tagesklinischen Behandlung äußerst zufriedenstellend, was auch durch einen Vergleich mit anderen tagesklinischen Einrichtungen belegt werden kann.

 

Veränderungseinschätzungen

Verbesserungen der Symptombelastung stellen innerhalb einer psychotherapeutischen Behandlung nur einen Aspekt dar. Es sind auch konkrete alltagsrelevante Veränderungen anzustreben. Hierzu bitten wir unsere Patienten um die Einschätzung des Ausmaßes der Veränderungen hinsichtlich

  • ihres Selbstwerterlebens
  • ihrer Möglichkeiten zur Eigenaktivität und Verantwortungsübernahme
  • des Verständnis ihrer Störung (Krankheitsverständnis)
  • ihrer Einstellung zur Zukunft
  • ihres allgemeinen seelischen Wohlbefindens
  • ihrer Möglichkeiten, den Erfordernissen des Alltags besser gerecht zu werden.

Dabei haben die Patienten die Möglichkeit, die Veränderungen auf einer sechsstufigen Skala von „deutlich verschlechtert“ bis „sehr viel gebessert“ einzuschätzen. Dargestellt sind die prozentualen Anteile der Patienten, die eine Verbesserung angaben. In allen Bereichen geben ca. 80% unserer Patienten eine positive Veränderung an. Im Hinblick auf eine zeitlich begrenzte tagesklinische Behandlung stellen diese Patientenrückmeldungen ein ausgezeichnetes Ergebnis dar.

 

Patientenzufriedenheit

Im Sinne der Kundenorientierung lassen wir unsere Patienten am Ende des Aufenthalts die Qualität der therapeutischen Leistungen mittels eines Fragebogens bewerten, der unterschiedliche Qualitätsaspekte erfasst (ZUF 8; Schmidt & Nübling 2002). Exemplarisch sind die mittleren Prozentangaben von zwei der acht Fragen dargestellt. Die Angaben decken sich mit den schon oben dargestellten Bewertungen.

Des Weiteren lassen wir unsere Patienten sehr differenziert die verschiedenen Therapiemaßnahmen und Serviceleistungen mittels „Schulnoten“ beurteilen. Zusammenfassend sind hier exemplarisch die Gesamtbewertung der therapeutischen Maßnahmen und die Gesamtbewertung der Servicebeurteilung dargestellt. Aus den Daten wird ersichtlich, dass die therapeutischen und nicht-therapeutischen Serviceleistungen sehr zufriedenstellend bewertet werden und sich unsere Patienten bei uns wohlfühlen.