Warum eine Gruppe für junge Erwachsene?

Anfang April eröffnete die Tagesklinik Westend eine eigene Therapiegruppe für 18 bis 25jährige. Hintergrund war die Beobachtung, dass Patienten in diesem Alter mit anderen Themen in die Therapie kommen als ältere Patienten. Andererseits ist diese Patientengruppe für die Kinder- und Jugendpsychiatrie schon zu alt. Somit ergibt sich hier eine Unterversorgung.

Ein starker Zusammenhalt

Unsere ersten Erfahrungen mit diesen Patienten waren durchwegs positiv. Die jungen Patienten entwickelten kurz nach Aufnahme einen starken Zusammenhalt, indem sie Interesse und Verständnis füreinander zeigten. Die Schwierigkeiten, die sie in die Therapie  führten waren oftmals sehr ähnlich: Konflikte mit den Eltern, Angst zu Versagen, Unklarheit wie es schulisch oder beruflich weitergehen soll.

Umgang mit Emotionen

Für alle jungen Patienten war es wichtig an ihren Gefühlen zu arbeiten: Viele vertrauten ihren Gefühlen nicht, schämten sich für ihre Gefühle oder hatten gar Schwierigkeiten diese wahrzunehmen. Das Therapeutenteam hat ihnen geholfen ein besseres Gespür für ihre Gefühle zu entwickeln und diesen zu vertrauen. Dadurch wurden die Patienten selbstbewusster und machten sich unabhängiger von der Meinung anderer.

Psychotherapie ist cool

Entgegen der anfänglichen Skepsis gegenüber einer Psycho-Klinik haben die meisten Patienten sehr gute Erfahrungen in unserer Tagesklinik gemacht. Sie haben gelernt, dass alle Menschen im Laufe ihres Lebens immer wieder Probleme haben und dass es eher ein Zeichen von Stärke ist sich von Profis helfen zu lassen. Sie haben gesehen, dass Psychotherapie keine Gehirnwäsche ist, sondern bei der Reifung der eigenen Persönlichkeit hilft.

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