Burnout / Depression

Das Burnout-Syndrom und die Symptome für eine Erkrankung

Das Burnout-Syndrom ist keine Diagnose, sondern ein Erschöpfungszustand, der mindestens folgende drei Kriterien erfüllt:

  • Das Gefühl, emotional ausgebrannt zu sein,
  • eine reduzierte persönliche Leistungsfähigkeit,
  • keine Möglichkeit mehr, Beziehungen zu anderen zufriedenstellend zu gestalten.

Darüber hinaus kommt es zu Symptomen, die auch bei Depressionen und Angststörungen zu finden sind: Verlust des Selbstwertgefühls, Energielosigkeit, Schlafstörungen, unklare, manchmal anfallsartige körperliche Beschwerden (Zittern, Herzrasen, Schwindel etc.), eine pessimistische Sichtweise der eigenen Person und der Zukunft, sozialer Rückzug, Angst vor alltäglichen Anforderungen.

Die Ursachen sind vielfältig. Häufig müssen verschiedene Faktoren zusammentreffen, damit es zu einem Burnoutsyndrom kommt: Z. B. eine perfektionistische Arbeitshaltung, kein ausreichender Raum für Freizeitaktivitäten und Erholung, fehlende Zeit für befriedigende zwischenmenschliche Beziehungen, eine zermürbende Konkurrenz am Arbeitsplatz, nicht „Nein“ sagen können, es allen recht machen wollen.

In unserem Gruppenkonzept für Burnout und Depression entwickeln unsere Patienten gemeinsam mit dem Gruppenleiter und den Gruppenmitgliedern ein individuelles Erklärungsmodell für das Burnout-Syndrom. Ausgehend davon werden in der Gruppe Strategien zur Verbesserung der aktuellen Befindlichkeit und zur Prävention erarbeitet.

Ziel unserer Behandlung ist es, unsere Patienten zu Experten für ihre Probleme zu machen.

In unserem Gruppenkonzept für Burnout und Depression entwickeln unsere Patienten gemeinsam mit dem Gruppenleiter und den Gruppenmitgliedern ein individuelles Erklärungsmodell für das Burnout-Syndrom. Ausgehend davon werden in der Gruppe Strategien zur Verbesserung der aktuellen Befindlichkeit und zur Prävention erarbeitet.

In der Wochenanfangs- und Wochenendgruppe thematisieren die Patienten ihre individuellen Therapieziele im Hinblick auf Ist- und Soll-Zustand. Aktivitäten für das Wochenende werden geplant und nach besprochen.

Die einzelnen Therapieziele und damit die Art der Behandlung richten wir wesentlich danach aus, in welchem Zusammenhang das Burnout-Syndrom auftritt und wodurch es hauptsächlich motiviert ist. So kann ein Burnout beispielsweise auftreten, weil die Selbstachtung des Patienten davon abhängt, gebraucht zu werden. Besonders häufig, aber nicht darauf begrenzt, ist dies in helfenden Berufen gegeben. In diesem Fall muss der Fokus der therapeutischen Behandlung darauf liegen, den Betroffenen zu mehr Selbstachtung und Wertschätzung gegenüber sich selbst zu verhelfen.

Ebenfalls häufig tritt ein Burnout in Berufen auf, die chronisch unterbesetzt sind und/oder in denen extrem hohe Ansprüche an die Beschäftigten gestellt werden. Es sind dann Sachzwänge, die dazu führen, dass sich die Betroffenen beständig selbst überfordern oder es zulassen, dass sie überfordert werden. Es kann aber auch ein innerer Zwang oder eine Angst hinter dem Gefühl verborgen sein, beständig mehr leisten zu müssen als andere. In der Therapie wird es dann vornehmlich darum gehen, Ängste und Sorgen zu mindern, das Selbstbewusstsein zu stärken und auch das Nein-Sagen zu erlernen.

Doch nicht nur im Beruf droht chronische Überlastung oder Überforderung in ein Burnout überzugehen. In den meisten Familien gibt es die eine Person, die sich um alles kümmert – die Feste und Geschenke organisiert, auf die Kinder, Enkel oder Nichten und Neffen aufpasst, für die Nachbarn mit einkaufen geht, die dementen Eltern pflegt und dergleichen mehr. Doch zu viel Hilfsbereitschaft wird auch gern mal ausgenutzt, weshalb von einem Burnout Betroffene lernen müssen, sich selbst und ihre eigenen Bedürfnisse ebenso ernst zu nehmen wie die der anderen.

Die Behandlung von Burnout in unserer Tagesklinik Westend wird in unserer Depressionsgruppe mit behandelt.

In den Gruppentherapien bringen die Patienten ihre aktuellen Themen ein, diskutieren unterschiedliche Perspektiven und geben sich gegenseitig Feedback. Die Gruppentherapie eröffnet vielen Patienten die Erfahrung von Akzeptanz, Verständnis, Wertschätzung und emotionalem Rückhalt. Es findet aber auch eine kritische Auseinandersetzung mit problematischen Interaktionsstilen statt. Die Gruppe ist ein ideales soziales Übungsfeld, da sich zwischenmenschliche Schwierigkeiten aus dem Alltag in der Regel in der Gruppe wiederholen.

In gemeinsamer Arbeit werden auch ungünstige Einstellungen und Verhaltensweisen identifiziert, die zur Symptombildung (also zu Depressionen und Burnout) geführt haben. Diese Verhaltensanalysen dienen dazu, Ansatzpunkte für Veränderung zu bestimmen.

Im Sozialen Kompetenztraining werden Rollenspiele mit Videofeedback durchgeführt. Schwierige Situationen können dadurch antizipiert oder nachvollzogen werden. Über die Videoaufnahme und das Feedback der Mitpatienten kann der Rollenspieler Selbst- und Außenwahrnehmung miteinander vergleichen. Dies hilft unrealistische Erwartungen an sich und die Umwelt zu korrigieren. Konfliktmuster können hier durchgespielt und ihre biografischen Hintergründe analysiert werden.

Der Baustein Achtsamkeits- und Wahrnehmungstraining ergänzt die kognitiven (rationalen) und behavioralen (auf das Verhalten bezogenen) Therapiemaßnahmen. Ziel dieser Maßnahmen ist körperliche Entspannung und ein Ausgleich zwischen Anforderungen und Erholung (Work-Life-Balance).

Einzelgespräche, Familien- und Paargespräche und Gestaltungstherapie können das oben beschriebene Therapieprogramm ergänzen.

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